Antoniuskapelle

Im Kronberger Stadtwald lassen sich die Überreste der Antoniuskapelle nun neu entdecken. Der Naturpark Taunus hat dieses kulturelle Kleinod in den letzten Monaten archäologisch erforschen und sanieren lassen. Bereits vor über 600 Jahren war die oberhalb von Kronberg im Ruthartshain gelegene Antoniuskapelle eine zentrale Anlaufstelle für Pilger und Wanderer und ist jetzt wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein vor Ort aufgestelltes Antoniuskreuz verdeutlicht die Bedeutung der Kapelle. Als Ergänzung der wissenschaftlichen Arbeiten konnten nun das Haus des damaligen Einsiedlers sowie dessen Garten und seine Wasserversorgung archäologisch nachgewiesen werden, welche ebenfalls von der Kapelle aus zu sehen sind. Eine aktualisierte Informationstafel des Naturpark Taunus informiert außerdem vor Ort über die Geschichte des Kulturdenkmals und zeigt auch virtuelle Rekonstruktionen des Bauwerks.Die im Jahr 1339 von Walter v. Kronberg und seiner Frau Elisabeth von Ingelheim gestiftete Kapelle war als Einsiedelei gebaut worden. Der einsame Priester, der dort lebte, betete für das Seelenheil der Kronberger Ritter. Im 14. und 15. Jahrhundert war die Kapelle gegenüber Pilgern und Bürgern Teil des Ablasshandels der Kirche, durch den Sünden vergeben und ein schneller Aufstieg in den Himmel garantiert werden sollte, und florierte so auch finanziell. Während der Reformation wurde die Kapelle jedoch verlassen und ist bereits seit 1550 als verfallen überliefert.In der Nähe der Kapelle verlaufen der RH2 - Portal Rothenhang Wanderweg, der zum Heilklima-Park Hochtaunus gehört, und mehrere Routen des Laufpark Taunus – Kronberg, die zu einem Abstecher zur diesem Ort einladen, an dem man Geschichte erleben, aber auch ruhig-besinnlich den Waldfrieden genießen kann.
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